Landesanstalt für Altlastenfreistellung

Praxis der Altlastenfreistellung

 

1.    Freistellung

Zunächst ist die Einreichung eines Freistellungsantrages für das jeweilige Grundstück, auf dem die Investition erfolgen soll, erforderlich. Nach erfolgter Freistellung stimmt die LAF gemeinsam mit dem Investor bzw. dem Freigestellten die nächsten Bearbeitungsschritte ab. Der Investor / der Freigestellte ist Auftraggeber für alle zur Sanierung des Grundstücks erforderlichen Arbeiten, die an Ingenieurbüros und Bau- bzw. Entsorgungsunternehmen vergeben werden.

2.    Projektmanager

Abhängig vom Umfang der erforderlichen Sanierungsarbeiten wird dem Freigestellten i. d. R. ein Projektmanager (fachkundiges Ingenieurbüro) über eine Ausschreibung zur Seite gestellt. Die LAF unterstützt den Freigestellten in dieser Phase bei der Erstellung der Verdingungsunterlagen, der Angebotsauswertung und Beauftragung des Projektmanagers. Der Projektmanager unterstützt dann den Freigestellten bei der Umsetzung aller weiteren Maßnahmen und den Abstimmungen mit der LAF.

3.    Erkundung - Planung - Sanierung

Nach Erkundung des Untergrundes zur Feststellung der Kontaminationssituation sowie des daraus abzuleitenden weiteren Untersuchungs- und Planungsaufwandes erfolgt die Sanierungsplanung, die Erstellung von Verdingungsunterlagen für die Sanierung und die Beauftragung eines Fachunternehmens für die Sanierungsarbeiten. Hierbei wird der Investor durch den Projektmanager unterstützt. Parallel zur Sanierungsvorbereitung und -durchführung kann der Investor seine Investition mit allen benötigten Genehmigungen, Planungsleistungen und Finanzierungen vorbereiten, so dass durch die Sanierungsmaßnahmen kein Zeitverzug entsteht.

4.    Baubegleitende Sanierung

Oftmals erfordern die Investitionstätigkeiten eine schnelle Sanierungsdurchführung. In solchen Fällen sind baubegleitende Sanierungen zielführend. Dabei können die Ausführungsleistungen auch ineinander greifen. An die Sanierungsarbeiten schließt sich die Baumaßnahme des Investors unmittelbar an. So übernimmt der Bauauftragnehmer des Investors nach erfolgter Sanierung ein überbaubares Planum für die Gründungsarbeiten.

5.    Fortlaufende Aufgaben

Mit Abschluss der Sanierung sind alle erforderlichen Aufwendungen und Maßnahmen als Voraussetzung für die Errichtung der jeweiligen baulichen Anlage und deren wirtschaftliche Nutzung abgeschlossen. Eventuell können weitere Aufgaben aus der Altlastensanierung wie etwa eine parallel zur Unternehmenstätigkeit laufende Grundwasserreinigung oder ein den Standort betreffendes Monitoring zur Überwachung der weiteren Sanierung oder zur Kontrolle des Sanierungserfolges notwendig werden.