Landesanstalt für Altlastenfreistellung

ÖGP Erdgasfelder Altmark

Verfüllung einer Bohrung
Rückbau eines Sondenplatzes
Rückbau einer Bohrschlammgrube
LageWestliche Altmark
Größeca. 2.000 km²
SchadstoffpotenzialMKW, Schwermetalle, Quecksilber, Chlorid
SanierungsmaßnahmenRückbau von bergbaulichen Anlagen
AnsprechpartnerKlaus Heise ist Projektleiter der LAF für das Projekt.

Ausgangssituation

In der westlichen Altmark befinden sich mehrere Erdgaslagerstätten. Die größte wird als Salzwedel-Peckensen bezeichnet. Auf einer Fläche von etwa 2.000 km² wurden durch das ehemalige DDR-Kombinat Erdöl Erdgas Gommern bergbauliche Anlagen für die Exploration und den Abbau von Erdgas errichtet. Bei der Exploration und der Erdgasförderung wurden zahlreiche, lokal begrenzte Bereiche kontaminiert.

Projektansatz

Projektgegenstand ist der dem Bergrecht unterliegende Rückbau von technischen Ausrüstungen und Anlagen, die nicht mehr für die Erdgasförderung, -aufbereitung und -verteilung genutzt werden. Die Flächen sollen einer land- und forstwirtschaftlichen sowie industriellen Flächennachnutzung zugeführt werden.

Das Projektziel besteht in der Entlassung aus der Bergaufsicht durch das Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt und damit die Sicherstellung eines dauerhaft gefahrlosen Zustandes. Das Unternehmen führt die zum ordnungsgemäßen Abschluss und zur Entlassung aus der Bergaufsicht notwendigen Rückbaumaßnahmen durch. Art und Umfang der erforderlichen Rückbau- und Sanierungsarbeiten werden in einem jährlichen Arbeitsplan festgelegt.

Der LAF obliegt die übergeordnete Projektsteuerung und das Controlling. Sie refinanziert 90 % der Kosten.

Projektumfang und Kosten

Bisher wurde in Sachsen-Anhalt ein Rückbauvolumen von über 170 Mio. EUR erreicht.
Bis 2015 wurden folgende Maßnahmen realisiert:
•    Rückbau von 207 Bohrschlammgrubensystemen einschließlich der Bohrschlammdeponie in Niephagen
•    Rückbau von 194 Sondenplätzen
•    Verfüllung von 192 Erdgassonden
•    Reinigung / Entsorgung von über 100.000 Steigrohren (Tubinge und verschiedene Ausrüstungen)
•    Rückbau von 150 km Flowlines