Landesanstalt für Altlastenfreistellung

Vernässung - Umgang mit hohen Grundwasserständen

Hohe Grundwasserstände und Vernässungen treten seit Ende des Jahres 2010 in vielen Regionen des Landes Sachsen-Anhalt auf. Diese Situation führte vielerorts zu Einschränkungen des bestimmungsgemäßen Gebrauchs von baulichen Anlagen und von Grundstücken. Die Vernässungen betreffen privates und öffentliches Eigentum ebenso wie landwirtschaftlich, gewerblich oder industriell genutzte Flächen.

Im Dezember 2011 hat das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt (MULE) den "Bericht über die eingeleiteten Maßnahmen im Umgang mit hohen Grundwasserständen und Vernässungen in Sachsen-Anhalt" vorgelegt.

Das in diesem Bericht dokumentierte Grundkonzept für den Umgang mit hohen Grundwasserständen und Vernässungen beinhaltet folgende Arbeitsschritte:

1. Erfassung von Betroffenheiten und Ursachenanalyse,

2. Zusammenstellung technischer und organisatorischer Lösungsvorschläge,

3. Prüfung der Lösungsvorschläge auf Umsetzbarkeit und Finanzierbarkeit,

4. Umsetzung von Maßnahmen.

Vorschläge und Hilfsangebote des Landes, insbesondere für die Arbeitsschritte 3 und 4 sieht das Land Sachsen-Anhalt als "Hilfen zur Selbsthilfe" an.

Im Bericht werden auf Grundlage einer Ursachenanalyse, der Erarbeitung von Lösungs- und Maßnahmenvorschlägen und der Prüfung möglicher Finanzierungselemente die nächsten Arbeitsschritte festgelegt:

1. Verbesserung der Abflussverhältnisse und der Entwässerungsfunktion von Fließgewässern,

2. Maßnahmen gegen Vernässungen land- und forstwirtschaftlich genutzter Flächen,

3. Verbesserung der Stadt-/Gewerbegebietsentwässerung sowie der Niederschlagswasserentsorgung,

4. Verbesserungen der Straßenentwässerung an Infrastrukturbauwerken.

Durch die Landkreise und kreisfreien Städte des Landes Sachsen-Anhalt wurden ca. 1.900 Maßnahmenvorschläge erarbeitet.

Zur Unterstützung Betroffener hat die Landesregierung 30 Mio. EUR bereitgestellt.

Hierzu regelt die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen zur Beseitigung oder Minderung von sowie Vorbeugung gegen Vernässungen oder Erosion die Fördervoraussetzungen notwendiger Maßnahmen.

Der Landesanstalt für Altlastenfreistellung (LAF) obliegt als Bewilligungsbehörde die Umsetzung der Förderrichtlinie.

Die Verfahrensabläufe zum Antragsverfahren sind dem als Download verfügbaren Leitfaden zu entnehmen.

Das Formular für die Antragstellung, die Richtlinie sowie das Faltblatt stehen ebenfalls als Download zur Verfügung.