Menu
menu

Projekt Walzwerk Ilsenburg / Industriepark Ilsenburg

Nördlich der Stadt Ilsenburg wurden zu DDR-Zeiten die Kupferhütte Ilsenburg und ein Walzwerk betrieben. In der Kupferhütte wurde Sekundärkupfer verhüttet. Aufgrund der veralteten Technik führte dies zu erheblichen Schadstoffemissionen in das Umfeld der Kupferhütte. Im Februar 1990 wurde die Kupferhütte geschlossen. Wesentliche Kontaminanten waren die Schwermetalle Kupfer, Nickel, Blei, Zink, Mangan und Cadmium sowie Dioxine/Furane.

In der ersten Sanierungsphase von 1990 bis 1998 erfolgte die Demontage von Anlagen sowie die Entsorgung von Abfällen. Mehr als 5.000 Tonnen schwermetallhaltige und hoch dioxinbelastete, gefährliche Abfälle wurden verpackt und zunächst für eine spätere Entsorgung eingelagert. Für diese Sanierungsmaßnahmen mussten ca. 30 Mio. DM bereitgestellt werden.

Die zweite Sanierungsphase begann im Jahr 2000 nach Gründung der LAF. Bis 2001 wurden die mehr als 5.000 Tonnen dioxinhaltigen Abfälle vollständig entsorgt. Weitere Maßnahmen bei der ehemaligen Kupferhütte betrafen den Rückbau kontaminierter Bausubstanz, die Entschlammung von Teilen des Zerrenherdstollens sowie das Luft- und Grundwassermonitoring.

Auch auf den Flächen des ehemaligen Walzwerkes waren erhebliche Sanierungsmaßnahmen erforderlich, u.a. die Beseitigung von Teerablagerungen und kontaminierten Böden sowie Rückbau und Entsorgung kontaminierter Bausubstanz. Ein Schwerpunkt lag hier im Bereich der ehemaligen Gasgeneratorenanlage, wo heute neue Produktionshallen der Stahlverarbeitung stehen.

Insgesamt wurden die seit dem Jahr 2000 von der LAF begleiteten Sanierungsmaßnahmen mit über 12 Mio. EUR aus der Altlastensanierung unterstützt.