Landesanstalt für Altlastenfreistellung

Projekt Walzwerk Ilsenburg / Industriepark Ilsenburg

Die ehemalige Kupferhütte Ilsenburg ist ein Standort, auf dem zu DDR-Zeiten extreme Mangen an Giftstoffen an die Umwelt abgegeben wurden. Rücksichtslos wurde bei der Kupfergewinnung mit ungeeigneten Technologien die Emission von vielen tausend Tonnen hochgiftiger Dioxine in Kauf genommen. Für diesen Standort gab es unmittelbar nach der Wende keine Chance. Vielmehr mussten sofort die notwendigsten Maßnahmen zur Beseitigung und Entgiftung der akutesten Gefahrenherde aufgenommen werden.

Der Industriepark und das Walzwerk Ilsenburg sind Beispiele für die Anstrengungen des Landes Sachsen-Anhalt, Investitionen gezielt zu fördern.

Die ehemalige Kupferhütte grenzt an das Betriebsgelände der Ilsenburger Grobblech GmbH bzw. bildete eine Enklave auf den Flächen des Walzwerkes. Da die Flächen der ehemaligen Kupferhütte und die Betriebsflächen des Walzwerkes miteinander verflochten sind, bot es sich an, das Gesamtareal für eine industrielle Folgenutzung vorzubereiten und auch die Altlastensanierung unter diesen Gesichtspunkt zu stellen.

Zu diesem Zweck wurde die Ilsenburger Grundstücksentwicklungsgesellschaft gegründet, die die Liegenschaften der ehemaligen Kupferhütte sowie nicht mehr benötigte Werksflächen der Ilsenburger Grobblech GmbH zusammenführte und daraus den Industriepark Ilsenburg entwickelte. Er umfasst eine Fläche von etwa 45 ha.

Um dies zu erreichen, wurden alle Kupferhütten-Liegenschaften an die Grundstücksgesellschaft zur weiteren Entwicklung übertragen, die Kernflächen der ehemaligen Kupferhütte und des Walzwerkes saniert, Grundstücke der Grundstücksgesellschaft durch das Walzwerk erworben und nicht mehr betriebsnotwendige Flächen zusammengefügt.

Inzwischen ist ein Status erreicht, der wieder eine uneingeschränkte Nutzung aller Flächen des Standortes zulässt. Die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr sind abgeschlossen und große Teile des Industrieparks sind vermarktet.

Insgesamt wurden für die Sanierungsmaßnahmen seit 2000 etwa 9 Mio. EUR eingesetzt.