Landesanstalt für Altlastenfreistellung

Projekt Ehem. Sprengstoffwerk Schönebeck

Von 1829 bis 1990 wurden auf dem etwa 112 ha großen Gelände im Landkreis Schönebeck ununterbrochen Sprengmittel ausschließlich für nicht-militärische Zwecke hergestellt. Neben großflächigen Bodenkontaminationen und Grundwasserbelastungen durch nitroaromatische Verbindungen wiesen die Gebäudesubstanz und das Kanalnetz aufgrund der jahrelangen Sprengmittelproduktion oft derart starke Kontaminationen auf, dass von ihnen z.T. eine Explosionsgefährdung ausging. Auf der Grundlage umfangreicher Boden-, Grundwasser- und Gebäudeuntersuchungen wurden die erforderlichen Maßnahmen zur Abwehr akuter Explosionsgefährdungen an und in den Gebäuden durchgeführt und umfangreiche Bodenkontaminationen auf verschiedenen Teilflächen beseitigt. 2015 wurde die Planung für die Profilierungsarbeiten und für die Oberflächenabdichtung in einem weiteren Einbaubereich der sog. Kalkschlamm- und Aktivkohledeponie abgeschlossen. Die Realisierung der Arbeiten erfolgt 2016.

Bislang wurden im Projekt ca. 17,1 Mio. EUR eingesetzt.