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Besuch einer Delegation aus der Republik Moldau

Moldawischer Delegationsbesuch

Studienreise zu nachhaltigen Konzepten der Altlastenfreistellung in Bitterfeld-Wolfen

Bitterfeld-Wolfen, 09.03.2026 - Im Rahmen des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) aufgelegten Programms „DIAPOL-CE – Politikdialog und Wissensmanagement zu Klimaschutzstrategien“ besuchte eine Delegation von Fachleuten der moldauischen Umweltverwaltung unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH den Standort Bitterfeld-Wolfen.


Ziel der Studienreise war der fachliche Austausch zur „Sanierung von Umweltschäden und Rekultivierung degradierter und ehemals industriell genutzter Flächen auf nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Weise“. 


Im Rahmen von Fachvorträgen wurden durch die Landesanstalt für Altlastenfreistellung das Prinzip der Altlastenfreistellung, die Standorthistorie Bitterfeld-Wolfen sowie die konzeptionelle Herangehensweise zur Sanierung und Sicherung von Boden- und Grundwasserschäden im Ökologischen Großprojekt Bitterfeld-Wolfen vorgestellt. Die MDSE Mitteldeutsche Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft mbH informierte über die Entstehung der Deponie Grube Johannes, die damit verbundenen langfristigen Herausforderungen sowie das technische Konzept zur Verfüllung der Grube bis zur ordnungsgemäßen Deponiestilllegung. 


Ergänzend wurden rechtliche Rahmenbedingungen zur Genehmigung und Überwachung von Deponien durch eine Vertreterin des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt erläutert. Einblicke in die Entwicklung und aktuelle Aktivitäten am Industriestandort Bitterfeld-Wolfen wurden durch die Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH gegeben.


Die spezifischen Gegebenheiten der Deponie Grube Johannes stießen bei den Delegationsteilnehmern auf großes Interesse. Im Gegenzug berichtete die Delegation über eine Altablagerung in der Republik Moldau mit vergleichbaren Problemlagen, wodurch ein intensiver fachlicher Austausch entstand.


Am Nachmittag fand eine Befahrung des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen statt. Dabei konnten die Teilnehmer die laufenden Arbeiten zur Verfüllung der Grube Johannes sowie Maßnahmen zur Minimierung von Ausgasungen vor Ort beobachten.

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