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Erdgasfelder Altmark - Informationsgruppe Bohrschlammgruben

Seit August 2019 finden umfangreiche Untersuchungen an ausgewählten Bohrschlammgruben im Altmarkkreis Salzwedel statt, um deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu beurteilen. Ende April werden die Feldarbeiten abgeschlossen.

Die Arbeit der Informationsgruppe Bohrschlammgruben

Von Ende der 1960er Jahre bis 1990 sind im Zuge der Erdgasexploration und -förderung in der Altmark eine Vielzahl von Bohrschlammgruben angelegt worden, die nach Beendigung der Bohrarbeiten mit Bodenmaterial vom Aushub der Gruben überschoben wurden. Die Informationsgruppe begleitet die Erarbeitung eines von der Landesanstalt für Altlastenfreistellung (LAF) beauftragten Handlungskonzeptes anhand dessen, Bohrschlammgruben, deren Flächen meist bereits seit Jahrzehnten landwirtschaftlich genutzt werden, nach ihrem Gefahrenpotenzial für Mensch und Umwelt abschließend bewertet werden können. Im Ergebnis der Bewertung wird dann über die notwendigen Maßnahmen entschieden.

15.07.2019 - Informationsgruppe stimmt schrittweise Untersuchung von Bohrschlammgruben ab

Am 16.04. und 15.07.2019 fanden im Umweltamt des Altmarkkreises Salzwedel weitere Sitzungen der „Informationsgruppe Bohrschlammgruben“ statt. Die Informationsgruppe begleitet die Erarbeitung eines Handlungskonzeptes anhand dessen, Bohrschlammgruben, deren Flächen meist bereits seit Jahrzehnten landwirtschaftlich genutzt werden, nach ihrem Gefahrenpotenzial für Mensch und Umwelt abschließend bewertet werden können. Im Ergebnis der Bewertung wird dann über die notwendigen Maßnahmen entschieden. Als Maßnahmen kommen das Belassen des Schlammes, weitergehende Untersuchungen, die Sanierung als auch Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen (Einschränkung der Nutzung) in Betracht.

Der Informationsgruppe gehören Vertreter der Landwirtschaft, der Bürgerinitiative „Saubere Umwelt und Energie Altmark“, des Altmarkkreises Salzwedel, des Ordnungs- und Umweltausschusses des Kreistages sowie der Landesanstalt für Altlastenfreistellung (LAF) an.

Mit der Erarbeitung des Handlungskonzeptes hat die LAF ein fachkundiges Ingenieurbüro beauftragt. Die Sitzungen der Informationsgruppe dienen dazu, die Beteiligten regelmäßig über den Fortgang der Arbeiten zu informieren, die geplante Vorgehensweise zu erörtern und Entscheidungsprozesse dadurch mitzugestalten.

Während in der ersten Beratung am 26.03.2019 allgemeine Themen , wie die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Zielstellung und die geplante Vorgehensweise zur Untersuchung und Bewertung der Gruben vorgestellt wurden, dienten die 2. und 3. Sitzung der Erläuterung des Untersuchungsumfangs sowie der Kategorisierung und Auswahl von 15 beispielhaft umfassend zu untersuchenden Bohrschlammgrubensystemen. Bei der Auswahl der zu untersuchenden Bohrschlammgruben waren neben bodenschutzrechtlichen Vorgaben bzgl. der Nutzung (Ackerbau, Grünland, Wald) auch die Geschütztheit des Grundwassers durch den überlagernden Boden (z.B. Ton, Lehm, Sand) sowie der Abstand zum Grund- und Oberflächengewässer zu berücksichtigen.

Auf Basis der Standortuntersuchungen, in die neben Boden und Grundwasser auch Nutzpflanzen einbezogen werden sollen, werden die zu erwartenden Auswirkungen der Bohrschlammgruben auf die Umwelt erfasst und bewertet. Für die Untersuchung und Bewertung weiterer Bohrschlammgruben werden daraus methodische Vorgehensweisen abgeleitet. Die Methodik wird dann auf die anderen Grubensysteme übertragen.

Die nächste Zusammenkunft der Informationsgruppe ist für den Herbst vorgesehen. Dieser Termin soll auch genutzt werden, um den Mitgliedern der Informationsgruppe und ggf. weiteren Interessierten die Feldarbeiten zur Erkundung des Untergrundes und zur Gewinnung von Proben vorzustellen. Im Anschluss daran ist eine Öffentlichkeitsveranstaltung geplant.