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Ehemaliges Sprengstoffwerk Schönebeck

Rahmendaten

Lage:Im Norden der Stadt Schönebeck
Größe:

112 Hektar

Schadstoffpotenzial:Nitroaromaten; BTEX; Sprengstofftypische Verbindungen
Sanierungsmaßnahmen: Bodensanierungen; Gebäudesanierungen; Grundwassermonitoring; Deponiesicherung

Erhebliche Belastung von Boden und Grundwasser

Von 1829 bis 1990 wurden auf dem etwa 112 Hektar großen Gelände im Landkreis Schönebeck ununterbrochen Sprengmittel für nichtmilitärische Zwecke hergestellt. Neben großflächigen Bodenkontaminationen und Grundwasserbelastungen durch nitroaromatische Verbindungen wiesen eine Reihe von Gebäuden und das Kanalnetz aufgrund der jahrelangen Sprengmittelproduktion vielfach so starke Kontaminationen auf, dass von ihnen eine Explosionsgefährdung ausging. 

Mehr als 17 Mio. Euro für Sicherung und Sanierung

Für die Umsetzung des Projekts wurden von 2000 - 2020 rund 17,8 Mio. Euro aufgewandt. 

Auf der Grundlage umfangreicher Boden-, Grundwasser- und Gebäudeuntersuchungen wurden die erforderlichen Maßnahmen zur Abwehr akuter Explosionsgefährdungen an und in den Gebäuden durchgeführt und umfangreiche Bodenkontaminationen auf verschiedenen Teilflächen beseitigt.  

Die sogenannte Kalkschlamm- und Aktivkohledeponie, ein weiterer großer Schwerpunktbereich im Projekt, wurde im Zeitraum 2013-2016 profiliert und abgedeckt  Seit 2018 laufende intensive Untersuchungen zur abschließenden Bewertung der Gefährdungssituation für das Grundwasser wurden 2020 abgeschlossen. Sie bilden die Grundlage für das weiterführende, langfristige Grundwassermonitoring

Ansprechpartner

Dr. Birgit Harpke

Telefon: (0391) 7 44 40-22

E-Mail: harpke(at)laf-lsa.de