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ELER-Projekt "Muldeaue" im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie

Rahmendaten

Projektzeitraum:Januar 2022 bis Dezember 2023
Budget:

471.009,14 EUR

Zielstellung:Entwicklung eines integriertes Auenmanagementkonzeptes
Beteiligung: Landesanstalt für Altlastenfreistellung des Landes Sachsen-Anhalt (LAF)

Die Muldeaue

Die Muldeaue zwischen Bitterfeld und Dessau (OWK VM02OW01-00) ist großflächig mit Schadstoffen, wie Hexachlorcyclohexan (HCH), Dioxinen und Schwermetallen (As, Zn, Cd-gel. etc) belastet, wodurch das ca. 4.700 Hektar große Areal bis heute als eine diffuse Kontaminationsquelle für die Mulde gilt.

Ursprung der Belastung war die historische Chemieindustrie im Raum Bitterfeld. Hier fielen zahlreiche dieser für Mensch und Umwelt problematischen chemischen Verbindungen im Rahmen von Produktion und Verarbeitung an und wurden anschließend unter anderem über das zu damaligen Zeiten vorwiegend unbehandelte Abwasser in das Spittelwasser abgeleitet und gelangten somit in die Vorflut Mulde und Elbe.

Ziel: Verbesserung des chemischen und ökologischen Gewässerzustandes

In der Vergangenheit wurde aufgrund umfangreicher Sanierungs- und Sicherungsaktivitäten im Ökologischen Großprojekt Bitterfeld-Wolfen bereits ein deutlicher Rückgang der Belastung des Oberflächenwassers bewirkt. Dennoch überschreiten bis heute die Messwerte für den Parameter „Summe HCH“ im Oberflächenwasser regelmäßig die geltenden Umweltqualitätsnormen (UQN’s).

Langfristiges Ziel in der Muldeaue ist die Erreichung des guten Zustands des Oberflächenwasserkörpers (OWK). Dazu wird ein integriertes Auenmanagementkonzept entwickelt, also ein schadstoffbezogenes Nutzungs- und Sanierungskonzept, mit dem die Schadstoffeinträge aus der Muldeaue signifikant vermindert und die brachliegenden Auenbereiche unter Berücksichtigung der konkurrierenden Schutzziele aus Natur-, Umwelt- und Hochwasserschutz wieder einer Nutzung zugeführt werden sollen.

Im Rahmen des zu fördernden Projektes wird mit dem vorgesehenen Monitoring (Ist-Stand-Analyse) in einem ersten Schritt die dafür notwendige Datengrundlage geschaffen.
Aus dem Monitoring (Ist-Stand-Analyse) werden in Vorbereitung der Umsetzung konkrete Maßnahmen zur Verringerung des Eintrages von Schadstoffen in die Mulde und zur Verbesserung des chemischen und ökologischen Gewässerzustandes abgeleitet. Auf Basis der Ergebnisse der technischen Leistungen soll gutachterlich bewertet werden, ob und gegebenenfalls welche geeigneten Maßnahmen die Zielerreichung langfristig sicherstellen können.

Bisherige Meilensteine des Projekts

22.11.2021Bewilligung der Fördermittel
26.04.2022Ausschreibung der Teilleistung "Ingenieurtechnische Begleitung"