EU-Projekt "NATUREM"
Rahmendaten
| Projektzeitraum: | Mai 2025 - Juni 2029 |
| Budget: | 1,93 Millionen Euro (gesamt), 218.535 Euro (LAF) |
| Zielstellung: | Förderung nachhaltiger Bodensanierung durch innovative Bioremediation – Vernetzung für EU-Lösungsansätze. |
| Beteiligung: | Regierung von Aragon (Spanien), LAF (Deutschland), MWU (Deutschland), Regional Cluster „North-East“ (Bulgarien), LIST (Luxemburg), ADEME (Frankreich), Ministry of environment and physical planning (Nordmazedonien), Regional Council Durres (Albanien), SYKE (Finnland), Biology Centre CAS (Tschechien), regionale Stakeholder. |
Das EU-Projekt "NATUREM"
Gesunde Böden als Grundlage für Leben und Klima
Böden sind eine zentrale Ressource für Ernährung, Wasserhaushalt, Lebensräume und Klimastabilität. Sie sind essenziell, um die Ziele der EU-Bodenstrategie, der Biodiversitätsstrategie und des European Green Deal zu erreichen. Viele Böden in Europa sind jedoch durch Schadstoffe belastet – darunter auch sogenannte Persistent Organic Pollutants (POPs) wie Hexachlorcyclohexan (HCH). Diese Substanzen sind toxisch, schwer abbaubar und lagern sich entlang der Nahrungskette in Organismen an, wodurch sie Umwelt sowie menschliche Gesundheit gefährden.
Ziele des NATUREM-Projekts
Das EU-Projekt NATUREM verfolgt das Ziel, die nachhaltige Sanierung belasteter Böden zu fördern und dabei umweltfreundliche Methoden in politische Entscheidungsprozesse zu integrieren. Statt herkömmlicher und häufig unverhältnismäßig teurer Verfahren wie Bodenaushub oder thermischer Behandlung, stehen bei dem Projekt naturnahe Sanierungsverfahren im Zentrum:
• Bioremediation: Mikroorganismen bauen Schadstoffe gezielt ab.
• Phytoremediation: Pflanzen reinigen Böden, indem sie Schadstoffe aufnehmen und abbauen.
Interregionaler Austausch und Pilotprojekte
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der interregionale Erfahrungsaustausch zwischen Partnern aus neun europäischen Ländern, darunter Spanien, Deutschland, Bulgarien, Tschechien, Luxemburg, Frankreich, Nordmazedonien, Albanien und Finnland. Partnerregionen lernen voneinander, teilen erfolgreiche Ansätze und entwickeln gemeinsam Strategien zur Sanierung kontaminierter Flächen.
Aufbauend auf diesem Austausch ist geplant im Rahmen von Pilotprojekten konkrete Ansätze in der Praxis zu testen. Die Erkenntnisse aus diesen Pilotprojekten sollen dann direkt in die Verbesserung bestehender politischer Instrumente einfließen.
Projektlaufzeit und Budget
Das Projekt läuft von Mai 2025 bis Juli 2029 mit einem Gesamtbudget von 1,93 Millionen Euro, gefördert durch das Interreg-Programm.
Relevanz für Sachsen-Anhalt
Als Partnerregion ist Sachsen-Anhalt mit zwei Projektpartnern aktiv in die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Sanierungslösungen eingebunden. Das Land hat die Möglichkeit sich an der Erprobung innovativer Techniken zu beteiligen und profitiert vom internationalen Erfahrungsaustausch.
Innovation und langfristiger Nutzen
NATUREM ist innovativ, weil es naturnahe Sanierungslösungen in politische Strategien integriert. Pilotprojekte, interregionaler Austausch und Best-Practice-Evaluierungen schaffen umsetzbare Strategien, die auch in anderen Regionen Europas übernommen werden können. Das Projekt zeigt, wie nachhaltige Technologien praktisch angewendet werden können und leistet einen Beitrag zu einer klimafreundlichen, ressourcenschonenden und zukunftsfähigen Bodenbewirtschaftung.
Bisherige Meilensteine des Projekts
| 01.05.2025 | Start des NATUREM-Projekts |
| 16. - 18.09.2025 | 1. Internationales Erfahrungstreffen in Magdeburg |
| 25.11.2025 | 1. Stakeholder-Meeting in Magdeburg |
| 11. - 12.03.2026 | 2. Internationales Projekttreffen in Straßburg (Frankreich) |

