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ÖGP-Projekt Magdeburg-​Rothensee

Rahmendaten

LageMagdeburg Ortsteil Rothensee
Größeca. 1.000 ha
SchadstoffpotenzialMKW, AKW, Phenol, PAK und Schwermetalle
SanierungsmaßnahmenGrundwassersanierung, Teerseesanierung, lokale Bodensanierungen

Kontamination durch industrielle Nutzung

Das Ökologische Großprojekt (ÖGP) Magdeburg-Rothensee umfasst ein ca. 1.000 ha großes Gewerbe- und Industriegebiet im Nordosten der Landeshauptstadt Magdeburg. Die intensive Nutzung des Areals im 20. Jahrhundert als Standort zur Herstellung u. a. von Kohleprodukten (Stadtgas, Koks) sowie als Standort der Verhüttungsindustrie führten zu einer Kontamination von Boden und Grundwasser. 

Ziel: Flächenbereitstellung für künftige wirtschaftliche Nutzung

Seit Anfang der 1990er Jahre wird das Areal intensiv auf Verunreinigungen in Boden und Grundwasser untersucht. Im Ergebnis sind Gebiete mit Sanierungsbedarf festgelegt worden, die meist den ehemaligen Betriebsgeländen entsprechen. Die Bearbeitungsreihenfolge der Flächen im ÖGP hängt grundsätzlich vom Gefahrenpotenzial ab. Bei aktuellen Ansiedlungs-und Investitionsmaßnahmen wird die Bearbeitung der betroffenen Teilfläche jedoch vorgezogen. Die Planung für das Gelände wird dabei mit dem Investor koordiniert. Ziel ist die kurzfristige Bereitstellung sanierter Flächen für die wirtschaftliche Nutzung. 

 

Für die Maßnahmen im ÖGP Magdeburg-Rothensee sind bislang rund 40,8 Mio. Euro aufgewendet worden. 

Wichtige Meilensteine im Überblick

1996-2002
  • Untersuchungen  

    • Systematische Erkundung der Teilflächen 

2002-2018
  • Bodensanierungsmaßnahmen  

    Im Zuge von Bodensanierungsmaßnahmen sind im Zeitraum von 2002 bis 2009 im Wesentlichen folgende Standorte saniert und für eine industriell gewerbliche Nachnutzung  vorbereitet worden: 

    • Großgaserei mit sieben Teerseen 

    • Holzimprägnierwerk (Teeröl- und Schwermetalle)   

    • Altes Gaswerk (Stadtgaserzeugung, Teeröl)  

    • Altablagerung „BEMA“ (Ablagerungen aus der Lindanproduktion) 

    • Tanklager der Minol (Mineralölkohlenwasserstoffe)  

    • Zinkhüttengelände (Schwermetalle)  

seit 2000
  • Grundwasser  

    • Aufbau und Fortschreibung eines systematischen Grundwasser-Monitorings 

    • Sanierung eines Tanklagerstandortes durch Air-Sparging 

    • Teilsicherung eines Grundwasserschadens durch eine Spundwand auf dem Gelände der ehem. Großgaserei 

    • Feldversuche zum Nachweis und zur Quantifizierung natürlicher Schadstoffabbauprozesse im Grundwasser  

seit 2006
  • Entwicklung und Pflege des Grundwassermodells Rothensee 

    • Erstellung des hydrogeologischen Strukturmodells 

    • Erstellung und Fortschreibung des Strömungsmodells 

    • Anwendung des Modells zur 
      - Optimierung des Grundwassermonitorings 
      - Vorbereitung von Grundwassersanierungsmaßnahmen (Großgaserei und Zinkhütte)  
      - Prognose von Hochwasserereignissen  

2018
  • Sanierungsplanung 

    • Fertigstellung des Sanierungsplans zur Sicherung des Grundwasserschadens ehemalige Großgaserei  

Ansprechpartner

Klaus Heise

Telefon: (0391) 7 44 40-46

E-Mail: heise(at)laf-lsa.de